Hotelkrise
Nach der vom Terror des 11. September 2001 entstandenen Krise im Hotelgewerbe und dem ersten großen Schock der Immobilienkrise in den USA, die ja noch immer andaurt, erholt sich die Hotelbranche allmählich wieder. Die Krise hatte erheblich Umsatzeinbußen gebracht. Viele Hotels waren finanziell in arge Bedrängnis geraten und in die roten Zahlen gerutscht. Dass sich das auch in der Bar- Kasse ebenso bemerkbar machte wie in der buchhalterischen Kasse, ist selbst für Nicht-Insider logisch. Doch die inzwischen wieder höhere Auslastung trotz steigender Preise lässt auf bessere Zeiten hoffen. Auch im Aktiengeschäft entwickeln sich Hotelaktien positiv und haben andere Branchen schon wieder hinter sich gelassen.
Das hebt natürlich auch die Stimmung bei den Mitarbeitern, was wiederum bei Gästen gut ankommt. Mehr Buchungen, längere Verweildauer und höherer Umsatz sind die Folge. Und mehr Geld in der Kasse lässt es einfacher erscheinen, im Hotelgewerbe zu investieren. Ein Kassensystem ist übrigens eine Investition, die sich lohnt. Es erleichtert viele Arbeitsschritte und verbindet viele Bereiche des Hotelbetriebes.
Eine große US-amerikanische Hotelkette hatte zuletzt ein Umsatzplus von satten 45%. Aber auch weniger bekannten Unternehmen wird - auch aus Sicht deutscher Großbanken - ein Gewinnzuwachs von ernstzunehmenden zweistelligen Werten zugemutet.
Dass also im Bereich des Hotelgewerbes noch erhebliches Wachstum zu erwarten ist, zwingt sich geradezu auf. Und das lässt die Branche boomen und investieren. Nicht nur in neue Gebäude oder die Renovierung und dem Umbau denkmalgeschützter Immobilien. Sondern auch in die Ausstattung der Räume und eben auch in entsprechend moderne Kassensysteme die durchaus vielseitig vernetzbar sind.
Es ist aber nicht zwingend nötig, ein Hotel im Alleingang zu führen oder einer großen namhaften Hotelkette anzugliedern.
Das eigenständige Führen eines Hotels führt einen notwendigen Kraftaufwand mit sich, der nicht immer möglich zu bewältigen ist. Soll heißen: die Gefahr ist groß, dass rote Zahlen geschrieben werden, Investitionen sind vielleicht nicht in nötigem Umfang möglich, und die Kasse stimmt am Ende dann sicher nicht.
Seinen Betrieb einer mehr oder weniger namhaften Kette anzuschließen kann bedeuten, die Individualität des Hauses opfern zu müssen. Auch das macht unzufrieden, was sich wiederum auf die Mitarbeiter und weiter auf die Gäste auswirkt. Der Umsatz geht vielleicht nicht zurück, aber steigen würde er in diesem Fall auch nicht. Also wäre das Kassenergebnis auch nicht zufriedenstellend.
Es gibt seit einigen Jahren ein ganz neues Konzept auf dem Markt. Es wird Hotelmanagement mit Gewinngarantie angeboten. Knebelnde Verträge soll es nicht geben, man soll jederzeit zum Jahresende aus einem Vertrag heraus kommen können.
Die Individualität des Hauses soll ebenfalls nicht eingeschränkt werden, da der Anbieter eben diese Individualität sucht. Anschluss an große Unternehmensketten würden schon zur Genüge die Mitglieder vereinheitlichen. Mit seinem Komzept verspricht der Anbieter in jedem Fall Umsatzsteigerungen und positive Zahlen in der Kassenabrechnung. Er betreut nur außergwöhnliche und untypische Hotels, deren Gewinne er durchweg durch sein Management- Konzept um ein vielfaches gesteigert habe.
Ohnehin sind die außergewöhnlichen, nicht alltäglichen Hotels im Kommen. Gäste wollen Erlebnis, Veränderung und Unterhaltung.
Das müsste sich sogar schon jetzt im laufenden Betrieb beim täglichen Kassensturz bemerkbar machen.